Nahrungsergänzungsmittel können LDL und Triglyceride senken, aber die Effekte sind kleiner als bei Statinen. Am sinnvollsten für Menschen mit leicht erhöhten Blutfetten, die die Kriterien für Statin-Therapie noch nicht erfüllen.
- Rotschimmel-Reis (standardisiert auf 10 mg Monacolin K/Tag): Enthält natürlich vorkommendes Lovastatin. Aussagekräftige LDL-Reduktionen. Gleiches Nebenwirkungsprofil wie verschreibungspflichtige Statine.
- Pflanzliche Sterole/Stanole (2–3 g/Tag): Blockieren die Cholesterinaufnahme im Darm. Meta-Analysen zeigen 6–15% LDL-Reduktion.
- Lösliche Ballaststoffe — Flohsamenschalen (10–20 g/Tag): Senken LDL um 5–10%.
- Omega-3 (EPA+DHA 2–4 g/Tag): Primäre Wirkung auf Triglyceride (20–50% Reduktion bei hohen Dosen). Bescheidener oder kein LDL-Effekt.
- Bergamotte-Extrakt (500–1000 mg/Tag): Zunehmende Evidenz für LDL- und Triglycerid-Reduktion.
- Nicht standardisierter Rotschimmel-Reis (Monacolin-Gehalt variiert zwischen Marken um das 100-Fache)
- Rotschimmel-Reis kombiniert mit Grapefruit oder CYP3A4-inhibierenden Medikamenten
- „Arterienreiniger" und Chelations-Produkte, die für Herzgesundheit vermarktet werden
- Proprietäre Mischungen, die den tatsächlichen Monacolin-K-Gehalt verschleiern
Die Standardisierung von Rotschimmel-Reis ist das wichtigste Qualitätsmerkmal. Wir schätzen auch die Anreicherung mit Pflanzensteroiden in klinischen Dosen, den Omega-3-Gehalt an EPA+DHA (nicht Gesamtfischöl) und das Fehlen von Füllstoffen.